Flow – Der Schlüssel zu mehr Leistungskraft

Flow zu spüren und nachzuvollziehen, das ist ein Erlebnis der besonderen Art. Im wahrsten Sinne ein Abenteuer. Unter Flow wird ein Zustand erlebt, der quasi aus dem Nichts ganz plötzlich da ist.

Flow

Es ist so, als öffne man mit einem Schlüssel den Hauptzufluss zu mehr Leistungskraft. Die Arbeit wird nicht mehr als Quälerei sondern als Freude empfunden. Entsprechend geht alles leicht und locker von der Hand. Es ist alles im Fluss. Gute Gedanken im Kopf, das Spüren von Freude im Herzen und die flotte Umsetzung mit den Händen, lassen unverkrampft Neues entstehen. Völlig ohne Zwang und Anordnung von oben. Hierarchie ist außen vor. Selbstbestimmtes Lernen ist das Ziel. Menschen, die den Flow-Zustand erleben, sind mit sich und ihrer Umwelt in Harmonie. Was sie tun, das tun sie richtig und es ist stimmig. Alles fließt!

Begleiten Sie mich bei meiner Reise zum Erleben des Flow-Zustandes. Ich lade Sie ein und möchte Sie… Klick um zu Tweeten

Panta rhei „alles fließt“, ein Spruch, der dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben wird, bezieht sich auf die konstante Veränderung des Seienden. Menschen, die mit sich „ im Fluss“ sind, stellen sich realistischen Herausforderungen. Dabei ist die Balance zwischen Können und Tun nicht starr, sondern verändert sich laufend, indem mehr Erfahrung und Wissen gesammelt wird. Es stellt sich ein gutes Gefühl ein, wenn Menschen ganz in ihrem Tun aufgehen und um sich herum alles vergessen. Dieser erfüllende Zustand ist unter dem Namen Flow (Fluss) bekannt und wird in diesem Artikel näher beschrieben.

Erster Flow-Zustand

Meinen ersten Flow-Zustand habe ich beim Versuch, einen Lachs mit der Fliegenrute zu angeln, am Fluss Mörrum in Schweden erlebt. Die Natur ist ein großartiger Lehrmeister. Im Rückblick auf Ereignisse in meinem Leben wurden mir Dinge bewusst, die ich im Nachhinein wie ein Geschenk begreife. Aus Dankbarkeit für ein besseres Verständnis der Zusammenhänge zwischen dem, was die Natur mich lehrte und der Transformation in eine gelungene Umsetzung in meine Alltagspraxis, berichte ich für meine Leser über diese besonderen Erlebnisse. Es ist mir ein Herzensbedürfnis mein dabei erlerntem Wissen an die Menschen weiterzugeben, die es verdienen und wertschätzen. Die angewandte Kenntnis daraus erschließt auch für Sie neue Potenziale und führt Sie zu einem entspannten und damit stressfreieren Leben.

Flow

Erfolgreicher Fliegenfischer bei voller Konzentration und körperlichen Einsatz

Permanente Anspannung verlangt nach Entspannung

Wer kennt diese Situation nicht: Vorträge anhören, die voll gespickt mit Fachjargon sind, Verhandlungen führen ohne greifbare Ergebnisse, an endlosen Sitzungen teilnehmen, Besprechungen im Team ohne Zielvereinbarung, umgeben von nur auf die eigene Karriere bedachten süchtigen Einzelkämpfern, arroganten Chefs mit endlosen Aufträgen erdulden, dann an den eigenen Schreibtisch zurückkehren und diesen voll von unerledigter Arbeit vorfinden. Es ist zum Fortlaufen. Die Arbeit macht unter solchen Bedingungen einfach keinen Spaß. So ging es mir. Ich beschloss, etwas dagegen zu tun und dem ganzen Arbeitsleben mal für kurze Zeit den Rücken zu kehren. Eine persönliche Auszeit in Form eines Kurzurlaubes sollte mich auf andere Gedanken bringen.

Erinnerungen an das, was mir richtig Spaß macht

Als Junge bin ich an einem Fluss aufgewachsen. Ein Teil des Flusswassers lief in einem Graben zu einer Mühle. Sobald nach einem ausgiebigen Regen im Fluss Hochwasser stand, wurde ein Teil durch Öffnen eines Schiebers in den Graben umgeleitet und das Mühlrad angetrieben. In diesem Mühlengraben tummelten sich Fische. Ich konnte beim Vorbeigehen oft sehen, wie sie bei schönem Wetter an der Oberfläche des Wassers nach Fliegen schnappten. So kam es, dass ich bereits mit 7 Jahren meine ersten Versuche als Angler startete. Ausgerüstet mit einem Haselnussstock als Ersatz für die Angelrute, einer Schnur, bestehend aus einem  Zwirnsfaden , der aus Mutters Nähkästchen stammte , einen Weinflaschenkorken als Schwimmpose und einem vorne am Faden befestigten Fleischerhaken, stand ich mit meiner „ Angel“ fast täglich am Mühlengraben in der Hoffnung, große Fische zu fangen. Es blieb ein sehnlicher, aber lange Zeit unerfüllter Wunsch von mir.

Diese Erinnerungen kamen mir wieder einmal nach einem stressgeplagten Tag in den Kopf. Ich musste über mich und meine ersten bescheidenen Anfänge als Angler lächeln. Die Sehnsucht einen großen Fisch zu fangen, war jedoch geblieben und  nahm langsam Gestalt an. Was mir damals nicht gelang, das wollte ich nun im fortgeschrittenen Alter (und inzwischen im Angeln etwas erfahrener), unbedingt ausprobieren.

Mein erstes Flow-Erlebnis beim Lachsangeln in Schweden

Zur Vorbereitung auf meinem Angelurlaub machte ich mich ans Studium von ausgesuchter Literatur über das Fliegenfischen. Über die besten Fischplätze der Welt wollte ich besser Bescheid wissen. Ich las alles wissbegierig und verspürte jetzt schon viel Freude bei der Planung meiner Angelreise.

Flow

Fluss Mörrum durchfließt die Stadt Mörrum in Südschweden

Ein Fluss in Schweden, die Mörrum, nach dem gleichnamigen Ort genannt,  hatte es mir besonders angetan. Ich hatte einige interessante Artikel darüber gelesen. Jedes Jahr stiegen im Frühjahr von der Ostsee kommend, große kapitale Lachse in den Fluss Mörrum auf, um dort später zu laichen. Angler aus aller Welt versuchten hier ihr Glück und hatten Erfolg. Das reizte auch mich und ich fasste den Entschluss, zum Angeln nach Schweden an die Mörrum zu reisen.

Gleich im nächsten Frühjahr machte ich mich auf den Weg.

Flow

An der Mörrum angekommen, inspiziere ich erst mal den majestätischen Fluss.

Zum Angeln an die Mörrum

10 Tage habe ich mir Urlaub genommen. In dieser Zeit möchte ich alles daran setzen, einen wirklich großen Lachs zu fangen. Die ersten Blumen blühen am Flussufer und die Bäume treiben schon grüne frische Blattspitzen. Irgendwo in diesem blauen Wasser vor mir steht der Fisch oder kommt noch vom Meer in den Fluss. Die idealen Bedingungen, wann jeweils der Aufstieg der Lachse erfolgt, sind mir bekannt. Nun müssen hier nur noch die Umweltbedingungen stimmen. Luft-und Wassertemperatur, Durchflussmenge und Wasserstand auch die Richtung des Windes sind für den Aufstieg der Lachse mit entscheidend. An diesen Parametern werde ich mich orientieren.

Technik meiner Angelausrüstung

Ebenso muss die Technik meiner Angelausrüstung stimmen. Die Leine darf keinen Abrieb haben, der Haken darf sich nicht verformen und nicht abbrechen. Die Rolle muss gut geölt und die Angelrute im tadellosen Zustand sein. Auf alle diese Kriterien habe ich zu achten. Das habe ich mir eingeprägt und gewissenhaft befolgt. Aber all dieses Wissen garantiert mir noch nicht, dass ich zu meinem Fisch komme.  In meinem Unterbewusstsein ahne ich, dass  möglicherweise weitere erfolgskritische Faktoren existieren, die ich noch nicht kenne. Eines jedoch weiß ich bestimmt. Ich möchte nicht mit leeren Händen von der langen Reise heimkehren. Nur mit der ersehnten Beute im Gepäck werde ich meinen Freunden die versprochene Fisch-mahlzeit servieren können. Dieser Gedanke beseelt mich und ich bin fest entschlossen, alles richtig zu machen.

Ich weiß, dass ich es kann und dass ich es will.

Meine erste Würfe

Alles scheint perfekt und ich steige in der wasserdichten Wathose und mit meiner fertig montierten Fliegenrute ausgerüstet in die Mörrum und mache meine erste Würfe. Die Leine mit der Fliege am Vorfach legt sich sanft auf das Wasser und treibt flussabwärts. Wenn hier ein Lachs schwimmt, so müsste er doch bestimmt Gefallen an meiner wunderschönen Fliegenimitation, einer Green Highlander, haben – so denke ich. Es ist schließlich meine schönste Fliege, die ich aus meiner großen, artenreichen Sammlung ausgewählt habe. Aber trotz der viele Würfe stellen sich keine Erfolge ein. Die Zeit vergeht wie im Fluge.

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Eine der besten künstlichen Fliegen (aus meiner Sicht als Lachs-Angler)

Mache ich wirklich alles richtig?

Nach tagelangem Angeln und endloser Aufenthalte mitten im Fluss kommt mir der Gedanke: mache ich wirklich alles richtig? Das Wetter spielt mit, meine technische Ausrüstung ist perfekt, eigentlich müssten die Fisch beißen. Oder habe ich doch noch etwas außeracht gelassen? Die Tage vergehen, die verbleibende Zeit schrumpft auf einige wenige Tage. Der ersehnte große Fisch lässt immer noch auf sich warten. Ich setze alle meine Fähigkeiten als Angler ein. Meine Würfe werden von Wurf zu Wurf präziser und meine Fliege landet immer öfter genau dort an der Stelle, wo ich den Fisch vermute. Doch etwas ist heute anders. Beim Einholen der Leine nehme ich mir mehr Zeit und beobachte die Natur. Beim genauen Hinsehen entdecke ich am Ufer große Sumpfdotterblumen.

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Sumpfdotterblumen säumen das Ufer der Mörrum

Schwarzrote Fliegen tummeln sich im Sonnenlicht. Ich deute das als einen Wink des Himmels. Aus meiner Fliegendose entnehme ich die Red Sandy Spezial- ein neues schwarzrotes Fliegenimitat – und tausche es gegen meine grüne Fliege am Vorfach der Angelleine aus. Damit fertig, halte ich ein Moment inne und schaue mich weiter in der Natur um.

Wie schön es doch hier draußen ist. Es umgibt mich völlige Ruhe und ich genieße die Abgeschiedenheit. Alleine stehe ich mitten im Fluss.

Flow

Fliegenfischer in der Mörrum Quelle: Titelbild Buch Die Mörrum

Einen wirklich großen Fisch fangen

Ich fühle mich als Geschöpf Gottes, vogelfrei, unbeschwert und nur von dem einen Wunsch beseelt, einen wirklich großen Fisch zu fangen. Eine Dankbarkeit erfüllt mich, dass ich das heute hier tun kann. Mein Traum von Jugend an ist zur Realität geworden. Jetzt, in dem Moment, wo ich meine Aufmerksamkeit auf mein Inneres lenke, merke ich, wie ich bei jedem Auswerfen der Leine mit meiner Umgebung verschmelze und mich selbst als Teil der Natur begreife. Die völlige Hingabe und der Rhythmus des Auswerfens meiner Fliegenschnur wirkt geradezu meditativ auf mich. Ich bin mit mir im Einklang. Alles passiert völlig entspannt. Alle Sorgen und Nöte sind weit weg. Ich konzentriere mich voll auf meine Würfe und genau auf die Stelle im Fluss, wo ich meine Fliege platzieren will. Meine Gedanken an den Fisch werden fast zur Nebensache. Ich erlebe mich wie in Trance. Ich befinde mich im Flow-Zustand.

Ich sehe noch, wie beim nächsten Wurf meine schwarzrote Fliege am Vorfach im Strudel hinter einen dicken Felsbrocken landet und im nächsten Augenblick in den Fluten verschwindet. Die Leine wird stramm, die Rute biegt sich bis ins Handgelenk – ein großer Fisch ist gehakt. Ich merke, wie mir das Adrenalin ins Blut schießt. Die Bremse meiner Rolle quietscht auf. Der Fisch zieht mir in wenigen Minuten um die 40 m Schnur von der Rolle. Ich kurbele die Leine ein und verkürze so ständig den Weg zwischen mir und dem Fisch. Nach wenigen Fluchten zeigt sich der Fisch, springt hoch und klatscht auf die Wasseroberfläche. Es ist ein großer blanker Lachs, der sich meine Fliege geschnappt hat.

Flow

Red Sandy Spezial (beste Fliege aus Sicht des Lachses- die zum Anbeißen führte)

Welch ein Brocken von Fisch!

Er versucht die lästige Fliege mit dem spitzen Haken im Maul abzuschütteln. Doch ich habe Glück, alles ist richtig gemacht, auch der Haken sitzt fest. Nach bangen 35 Minuten ziehe ich ein Prachtexemplar von stahlblankem Fisch, wie aus Marmor gemeißelt, ans Ufer. Beim Wiegen zeigt die Waage 7,9 Kg! an.

Flow

Der Autor und sein Lachs

Ich richte mein Blick vom Fisch zum Himmel und danke dem lieben Gott für das Ge-schenk. Eine erfolgreiche Fischwaid ist zu Ende. Jetzt kann ich das Versprechen vor der Reise halten und meine Freunde zur der von mir selbst zubereiteten Fischmahlzeit (Gravad Lachs *) einladen. Ich habe das Rezept von einem alten Schweden. Die Zu-bereitung ist einfach und der Fisch schmeckt allen köstlich.

Die Natur- mein großer Lehrmeister

In diesem Angelurlaub wurden mir einige Zusammenhänge bewusst. Ich habe gelernt:

  • Der Köder muss dem Fisch schmecken
  • Willst Du einen Fisch fangen, dann sei ein Fisch- denke wie er
  • Meisterliches Können, beste Ausrüstung, geprüfte Technik und gute Wetterbedingungen, das sind   notwendige Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fang. Sie sind wichtig, reichen aber alleine nicht aus
  • Werde mit der Natur eins und glaube an deine Fähigkeiten

 

Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden werden.

Es muss aber in der Schau nach vorwärts gelebt werden.

Soeren Aabye Kierkegaad

Fazit:

Sich realistischen Herausforderungen zu stellen und zwischendurch mal kurz zu verschnaufen, bietet die beste Gewähr für ein nachhaltiges Flow-Erleben. Der entscheidende Faktor, von dem es letztlich abhängt, ob wir unser Potenzial ent-falten, ist unser Glaube an uns selbst. Er ist der magische Schlüssel, der uns eine neue Sichtweise ermöglicht und uns dabei hilft, unsere inneren Kraftquellen zu nutzen. Wir sollten uns angewöhnen, jeden Tag etwas größer und freier darüber zu denken, wer wir sind, was wir für möglich halten und was wir wirklich wollen.

Schlusswort:

Diese Aufzeichnung aus meiner persönlichen Erlebniswelt widme ich allen interessierten Lesern. Besonders diejenigen, die selbst Flow-Zustände erlebt haben oder noch erleben möchten, ermuntere ich, mir ein Feedback an meine Mail-Adresse heinz.klein43@gmx.de zu geben. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, diese meine eignen Erfahrungen an interessierte Menschen weiterzugeben.

Karl-Heinz Klein

Anhang:

Mehr zum psychologischen Hintergrund

Für alle, die mehr über den Fluß Mörrum im Video erfahren möchten:

*Das Original schwedische Rezept Gravad Lachs (Wird kostenlos per Mail zugeschickt) Anfragen unter: heinz.klein43@gmx.de

*Aktive Referenz bedeutet die höchste Auszeichnung für einen selbständig Tätigen im Umgang mit seinen Kunden (Weiterempfehlung durch den Kunden ohne eigenes Zutun)

Individuell ausgearbeitete Stufenprogramme zur besseren Selbstvermarktung als Lernpakete auf Abruf nach Auftragsklärung

Weiter Fragen zum Inhalt oder auch Kommentare richten Sie bitte an den Autor Erstkontakt unter 06039-45757 oder mobil 0157 79 48 83 42. Trauen Sie sich!

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